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 Ortsverein Frankfurt (Oder) 


m.h.wei.


Ansprechpartner: 
Dr. Bernd Thomas
Handy: 0174/6829808
E-Mail:
bhthomas@gmx.de

Der OV Frankfurt (Oder) engagiert sich aktiv für die positive, strategische, technische und wirtschaftliche Entwicklung der Stadt und Region Frankfurt(Oder).
Er beschäftigt sich aber auch mit ihrer technischen Geschichte und Tradition.  Dazu entwickelt er vielfache Beziehungen zu Betrieben, Institutionen und Bildungseinrichtungen. 

WBi Ffo 2011

Foto: M. H. Wei (VBIW)


Besichtigung des Warmwalzwerkes der ArcelorMittal Eisenhüttenstadt GmbH

Am 07. Mai 2019 hatten Mitglieder des VBIW Ortsvereins Frankfurt (Oder) Gelegenheit, das Warmwalwerk der ArcelorMittal Eisenhüttenstadt GmbH, unter den älteren Kollegen und Bürgern der Stadt Eisenhüttenstadt nachwievor EKO genannt, zu besuchen. Die Führung durchs Werk und die Betreuung insgesamt übernahm ein ehemaliger Mitarbeiter, der sich jetzt im Ruhestand befindet, Herr Nacajew.

Zu Beginn traf sich die Besuchergruppe im Besucherzentrum, Tor 3, zu einem Einführungsvortrag und dem Empfang von Arbeitsschutzmitteln. In dem Vortrag gab Herr Nacajew nochmals einen Überblick über die Entstehung und Entwicklung des Werkes, angefangen von 1950, dem Baubeginn des Hüttenwerkes, bis jetzt.

OV Ffo Besuch Gruppenbild AMEH

Foto: VBIW

Einige der Anwesenden waren selbst jahrelang Mitarbeiter von EKO, für sie waren die Ausführungen nochmals Erinnerung an selbst erlebtes. Alle übrigen kannten das Werk aber nur vom Namen her, für sie waren das interessante Einblicke in die Geschichte und Informationen zu den einzelnen metallurgischen Prozessstufen.

Ein großes Problem für das auf grüner Wiese entstandene Werk war, dass auf recht unwirtschaftliche Art das erschmolzene Roheisen in Masseln vergossen und so in andere Stahlwerke und Gießereien geliefert wurde. Als 1968 das Kaltwalzwerk in Betrieb ging, wurde Die metallurgische Lücke noch größer, es fehlten das Stahlwerk und ein Warmwalzwerk. Die wirtschaftliche Kraft der DDR reichte nicht aus, diese Lücke zu schließen. 1973 und 1974 wurde das Kaltwalzwerk noch mit einer Feuerverzinkung und einer Kunststoffbeschichtungsanlage ergänzt. Erst 1984 konnte das Konverterstahlwerk, als modernstes seinerzeit, von Voest Alpine erbaut, in Betrieb gehen. Das war einerseits von Vorteil für den Überlebenskampf des Werkes Anfang der 90er Jahre, als es um die Privatisierung ging, andererseits fehlte immer noch das Warmwalzwerk. Nach hartem Ringen um die weitere Existenz des Werkes und massivem Personalabbau, gelang es endlich mit dem damaligen belgischen Konzern Cockerill Sambre einen Investor zu finden, der EKO als ganzes Werk übernehmen und das dringend benötigte Warmwalzwerk bauen wollte. Übernahme war der 1. Januar 1995. Zu dem Sanierungskonzept, mit erheblichen EU-Fördermitteln, gehörte unter anderem auch die Errichtung eines neuen modernen Hochofens, der jetzt noch, als einziger, in Betrieb ist.

Anschließend fuhr die Gruppe, in Fahrgemeinschaften, zum Warmwalzwerk, das seit 1997 produziert. Am oberen Laufsteg angekommen, gab es erst einmal einen Schreck, da alle Anlagen standen. Wie sich aber recht schnell herausstellte, war gerade Walzenwechsel und wir hatten dadurch Gelegenheit, den Unterschied von gebrauchten und regenerierten Walzen zu sehen. Wenig später öffnete sich wieder der Hubbalkenofen, eine glühende Bramme, 225 mm dick und etwa 12 m lang, wurde entnommen und in rasanter Geschwindigkeit durch das erste Walzgerüst geschickt, um nach mehrmaliger Reversierfahrt als Vorband, mit etwa 20 bis 35 mm Dicke, auf einer dornlosen Coilbox aufgerollt zu werden. Dieser Zwischenpuffer ermöglichte die ganze Warmbandstrasse um etwa 60 m kürzer zu bauen. Aus dieser Coilbox läuft das Band dann in einem Zuge durch eine Schopfschere, einen Zunderwäscher in das Fertigwalzgerüst, mit 5 Walzen, und der nachfolgenden Kühlstrecke, um als fertiges Warmband auf eine Haspel aufgewickelt zu werden. Je nach weiterer Verarbeitung hat das Warmband eine Dicke von 1,5 bis 13 mm. Durch einen Roboter erfolgte die entsprechende Signierung. Erstaunlich war, mit welcher Geschwindigkeit und Präzision eine Bramme nach der anderen zu Warmband verarbeitet wurde. Außer unserer Besuchergruppe, war während des Betriebes kein Mensch weiter in der Halle zu sehen. Allerdings ist auch die Lärmbelastung erheblich. Wir hatten Mühe, die Erläuterungen des Betreuers zu verstehen. Wie wir noch erfuhren, werden viele Abprodukte, wie Walzzunder, Schopf-Schrott oder Kühlwasser aufbereitet wieder verwendet. Insgesamt war alles sehr interessant und beeindruckend.

 

Dr. Bernd Thomas, VBIW Ortsverein Frankfurt (Oder)

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Neue Herausforderungen bei der Realisierung der E-Mobilität

Am 10. April 2019 hatte der VBIW Ortsverein Frankfurt (Oder) zu einer weiteren Vortragsveranstaltung, zum oben genannten Thema, eingeladen.
Der Referent, Herr Dr. Ernst-Peter Jeremias, war bis Oktober 2018 Geschäftsführer des Unternehmens tetra Ingenieure GmbH Neuruppin und arbeitet jetzt, im Ruhestand, weiter als Mitgesellschafter des Unternehmens und Senior Consultant auf den Gebieten der Sektorenkopplung und Mobilität.
Besonders vorteilhaft war, dass der Referent auf eigene Erfahrungen aus seiner dienstlichen Nutzung eines E-Fahrzeuges, das heißt einem PKW mit E-Antrieb und Batterien, berichten konnte.

OV Ffo Bild_Vortrag E-Mobilität

Foto: Dr. Bernd Thomas, VBIW

Dies betraf vor allem die alle Zuhörer bewegende Frage nach der Reichweite und der Wartezeiten zur Wiederaufladung der Batterien. Hier half ihm ein über den Zeitraum eines Jahres erstelltes eigenes Fahrprofil. Danach lagen über 75% der Fahrten im Bereich bis 100 km. Wer also ein ähnliches Fahrprofil und die Möglichkeit hat, nachts die Batterien aufzuladen, braucht bei den E-Fahrzeugen mit einer mittleren Reichweite um die 200 km, die gegenwärtig die meisten angebotenen Fahrzeige im mittleren Preissegment haben, keine Aufladung während der Fahrten am Tage. Weit kritischer wird dies, wenn die E-Fahrzeuge im privaten Bereich zunehmen und parallel dazu auch die Forderungen nach längeren Fahrstrecken. Wo dann im innerstädtischen Bereich die Ladesäulen stehen sollen und wie an den Tankstellen Fahrzeugstaus vermieden werden können, ist noch unklar. Ein einfacher Ersatz von Kraftfahrzeugen mit Verbrennungsmotor durch batteriebetriebene E-Fahrzeuge scheint da wohl nicht der richtige Weg zu sein. Sinnvoller erscheint da ein neues Mobilitätskonzept, bestehend aus einem stark ausgebauten Fernverkehrsnetz und innerstädtischen Nahverkehrsnetz in Kombination mit E-Fahrzeugen als Mietwagen.
Ob mit Wasserstoff betriebene Kraftfahrzeuge mit Brennstoffzellen da eine bessere Perspektive haben, ist noch nicht entschieden, zumindest eignet sich diese Antriebsform besser für lange Fahrstrecken. Erste Pkw-Modelle sind bereits im Angebot, ebenso sind erste Versuchsstrecken für den öffentlichen Nahverkehr in Betrieb. Sowohl batteriebetriebene, wie auch H2-Brennstoffzellen betriebene Fahrzeuge sind noch sehr teuer. Möglicherweise werden zukünftig beide Antriebsvarianten in einem sinnvollen Miteinander wirtschaftlich und umweltverträglich existieren.
Gegenwärtig gibt es noch mehr Fragen als Antworten, was auch die anschließende sehr engagierte Diskussion bei den Teilnehmern bewies.

Dr. Bernd Thomas (VBIW, Ortsverein Frankfurt (Oder))

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Besuch des Radiomuseums im Kunstspeicher in Friedersdorf

Für den 12. April 2018 hatte der VBIW Ortsverein Frankfurt(Oder) einen Besuch
der Dauerausstellung „Radios aus Zeiten von Oma und Opa“ im Kunstspeicher Friedersdorf vereinbaren können.

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Besuch der deematrix Energiesysteme GmbH (Fürstenwalde)

Am 26. April 2017 hatte der VBIW Ortsverein Frankfurt(Oder) die Gelegenheit, ein weiteres regionales Unternehmen, die deematrix Energiesysteme GmbH, in Fürstenwalde, näher kennen zu lernen. Insgesamt waren 19 Besucher anwesend, davon 6 Schüler und ein Lehrer vom Gauß-Gymnasium Frankfurt(Oder).

Das Geschäftsfeld der deematrix Energiesysteme GmbH ist der Bau eines komplexen Energie-Management-Systems mit dem Kernsystem eTank, einem mehrlagigen Erd- Wärmespeicher mit einer Tiefe von etwa 1,5 Meter und einer Wärmeisolierung nach oben und seitlich.

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Foto: Manfred Weintke, VBIW

 Für die aus einem modifizierten Polyäthylen gefertigten Rohre wird eine Lebensdauer von 95 Jahren angegeben. Dieser Speicher kann entweder bei einem Gebäudeneubau unter dem Fundament platziert werden, oder neben dem Gebäude. Im letzteren Falle können dadurch bestehende Gebäude nachgerüstet werden. Dabei ist es nur eine Frage der Speichergröße, ob die Anlage für gewerbliche Bauten oder einem Einfamilienhaus genutzt werden soll. Für die Gestaltung des Rohrsystems im Speicher-Erdreich waren aufwendige Entwicklungsarbeiten in Zusammenarbeit mit der BTU Cottbus notwendig, die am Ende zu einer patentierten Lösung führten. Als Wärmequelle sind handelsübliche Solarthermie-Anlagen oder aber auch Anlagen zur Wärmerückgewinnung/Kühlung möglich. Das System arbeitet als sogenannter offener oszillierender Pufferspeicher im Niedrig-Temperaturbereich, das heißt < 35 °C. In diesem Temperaturbereich arbeiten die Wärmepumpen sehr effizient. Dadurch werden zusammen mit dem Energie-Management-System hohe Wirkungsgrade erreicht. In der Praxis konnten bisher Jahresarbeitszahlen bis 7 nachgewiesen werden.

In der Diskussion wurde nochmals die Notwendigkeit einer genauen Analyse der Bodenverhältnisse als Voraussetzung einer verlässlichen Gestaltung des Wärmespeichersystems dargelegt. Die Berechnungsgrundlagen dafür sind das spezielle know-how der Firma.

Dr. Bernd Thomas (VBIW, OV Frankfurt (Oder))

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Deutsch-Polnische Seniorenakademie an der Europauniversität

Der VBIW unterstützte die Vorbereitung des neuen Semesters 2017 der Deutsch-Polnischen Seniorenakademie an der Europauniversität und übernahm die Organisation der Startvorlesung am 10. Januar 2017 mit Prof. Dr. Dieter B. Herrmann.

Die Deutsch-Polnische Seniorenakademie versteht sich als Brücke der Verständigung und hat sich als Gesprächsforum der Bewohnerinnen und Bewohner beiderseits der Oder bewährt. Sie trägt dazu bei, deren Lebenswege, Kultur sowie die gemeinsame Geschichte besser zu verstehen.

Die Vorlesung „Erkenntnis und Irrtum des Nicolaus Copernicus - Streiflichter aus der Geschichte der Astronomie“ besuchten rund 60 Senioren, darunter auch Mitglieder des VBIW der Ortsvereine Frankfurt (Oder) und Eisenhüttenstadt.

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Nikolaus Kopernikus

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Geburtshaus in Thorn

Im Vortrag gab es für die Teilnehmer einige überraschende Erkenntnisse zu Nicolaus Copernicus, welcher als der große Erneuerer der Astronomie gilt. Seine Hypothese von der Mittelpunktstellung der Sonne im Universum ist der Beginn der modernen Himmelsforschung. Doch aus dem Blickwinkel späterer Betrachter unterlag Copernicus einem großen Irrtum. Die Sonne ist nämlich keineswegs das Zentrum des Universums, sondern nur ein winziger Stern am Rand unseres Milchstraßensystems. Die einst so verfemten Wahrheiten des Domherrn von Frauenburg sind längst von weiterreichenden Erkenntnissen überholt. Der Vortrag schildert den großen Bogen vom heliozentrischen Weltall der Renaissance bis zur modernen Kosmologie des expandierenden Universums.

Der VBIW und die Deutsch-Polnische Seniorenakademie wollen ihre Partnerschaft weiterentwickeln und planen im 1. Quartal 2017 dazu weitere Gespräche.

Anke Prahtel (VBIW)

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Besuch der Firma Chromik Offsetdruck Frankfurt(Oder)

Der Firmeninhaber Kai-Uwe Chromik arbeitete in der DDR im Halbleiterwerk Frankfurt (Oder) als Facharbeiter für elektronische Bauelemente und machte sich 1990 mit seiner Firma Chromik Offsetdruck selbständig. Sein Geschäftsfeld sind Produkte, die spezielle Kundenwünsche erfüllen und sonst auch nicht über das Internet bestellt werden können. Ende November 2016 hatten die Mitglieder des Ortsvereins Frankfurt(Oder) die Möglichkeit eines Besuches der Firma.

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Fa. Chromik Offsetdruck Frankfurt(Oder) - Übersicht

Der Besuch sollte einen Einblick in das Zusammenwirken moderner Drucktechnik neben historischer Technik in einem kleinen Unternehmen geben. Während des Besuches konnten dann auch neben älteren Maschinen moderne Offsetdruckmaschinen und eine Heißfolien-Prägepresse besichtigt werden. Herr Chromik erläuterte sehr ausführlich die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten der Druckmaschinen und ermöglichte sogar einen Blick in die Funktion der Steuermechanik bei einer Offset-Druckmaschine während des Betriebes.
Ebenso interessant war die Vorführung der Prägepresse und einer Faltmaschine. Großformate und größere Stückzahlen lässt Herr Chromik aus wirtschaftlichen Gründen in anderen Druckereien anfertigen.
Er konfektioniert dann und bedruckt nach speziellen Wünschen. Das Sortiment reicht von Kalender unterschiedlicher Größe bis zu Visitenkarten.

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Nützliches Nebeneinander von alter und neuer Technik

Chromik Faltmaschine

Erläuterung der Funktionsweise einer Faltmaschine
Fotos: Manfred Weintke (VBIW)

Auch an dieser Stelle nochmals unser Dank für die Vorführung der Technik und die interessanten Informationen.

Dr. Bernd Thomas (VBIW, Ortsverein Frankfurt (Oder)

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Vortrag: „Freie Radikale - oxidativer Stress. Möglichkeiten zur Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten, Einflüsse auf das Altern“

Im Juni 2016 fand eine Vortragsveranstaltung zu einem gesundheitlich wichtigen Thema statt. Der Vortragende und Gesprächspartner Herr Dr. Haevecker ist schon seit vielen Jahren Referent für Themen, die Gesundheit und Ernährung betreffen. Kenntnisse aus seiner beruflichen Tätigkeit und weitergehende Qualifikationen zum Themenkreis sind die Grundlage eines interessanten Vortragsspektrums, aus welchem der genannte Vortrag stammt.

Dr. Haevecker gab einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Quellen von freien Radikalen, ihre schädigende Wirkung auf Zellstrukturen und die Abwehrmechanismen des menschlichen Körpers.
In dem Vortrag wurde deutlich, dass diese Radikalbildung Bestandteil des Stoffwechselprozesses zur Energiegewinnung ist, aber auch durch physikalische und chemische Einwirkungen von außen, zum Beispiel Röntgen- oder UV-Strahlung oder aromatische Kohlenwasserstoffe, entsteht.
Durch eine vernünftige Lebensweise mit ausreichender Zufuhr von Mineralstoffen, Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen kann jeder viel für seine Gesunderhaltung tun.

OV FfO Vortrag freie Radikale

Vortrag Dr. Haevecker
Foto: Bernd Thomas (VBIW)

Dr. Bernd Thomas, VBIW Ortsverein Frankfurt (Oder)

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Vortrag „Wie können wir uns vor Cyberangriffen schützen?“

Am 31. Mai 2016 konnten VBIW Mitglieder des Ortsvereins Frankfurt(Oder) und interessierte Bürger, insbesondere des Leibniz-Instituts für innovative Mikroelektronik (IHP) wichtige Informationen zum Thema Kriminalität im Internet vermittelt bekommen. Als Referent zu diesem Thema konnte Herr Denny Speckhahn, Kriminalhauptkommissar beim Landeskriminalamt Brandenburg, gewonnen werden. Er ist Experte für Cyberkriminalität. In dem Vortrag wurden sowohl die aktuelle Vorgehensweise bei derartigen Angriffen auf Personendaten und Computer, als auch die Möglichkeiten ihrer Abwehr dargestellt.

Teilnehmer

Großes Interesse
Foto: Manfred Weintke (VBIW)

In den Ausführungen wurden als wesentliche Infektionswege mit Computervieren, Trojanern und erpresserischer Schadsoftware E-Mail Anhänge, Downloads von Internetseiten, soziale Netzwerke, Filesharing und infizierte Datenträger, z.B. USB-Sticks genannt. An praktischen Beispielen wurde weiterhin erläutert, mit welchen Methoden ein Diebstahl digitaler Identitäten möglich ist und woran gefälschte Internetseiten erkannt werden können. Besonders begehrt bei Kriminellen im Internet sind vor allem persönliche Daten zum Onlinebanking (Phishing) und die Verschlüsselung von Festplatten mit Lösegeldforderung mittels sogenannter Ransomware. Die Infizierung mit Erpressersoftware erfolgt meist beim Öffnen eines E-Mail Anhangs.

Leider wird nach bundesweiten Rechercheergebnissen nur ein sehr kleiner Teil der erfolgten Angriffe auf Computer und weitere Geräte zur digitalen Kommunikation, wie Smartphons, sowie persönliche Daten zur Anzeige gebracht. Wie auch bei herkömmlicher Kriminalität, ist die rechtzeitige und umfassende Information zu kriminellen Delikten an die zuständigen Polizeibehörden wichtig für die Erkennung neuer Angriffsvarianten und Erarbeitung adäquater Abwehrstrategien. In vielen Fällen konnten zum Beispiel verschlüsselte Daten wieder von IT Experten entschlüsselt und damit der Schaden gering gehalten werden.

Zum Thema Onlinebanking wurden aktuelle Verfahren und Gerätetechnik vorgestellt, die inzwischen wohl doch recht sicher sein sollen. 

Besonders beeindruckend war eine Live-Vorführung am Ende des Vortrages, in der die digitale Identität eines Vortragsteilnehmers, mit dessen Einverständnis, aus dem Internet zusammengesucht und zum Versenden einer gefälschten E-Mail verwendet wurde. Dazu hatte der Referent einen IT-Experten aus seinem Team mitgebracht. Mit dieser Vorführung konnte bewiesen werden, wie leicht selbst mit legal erhältlichem Werkzeug aus dem Internet persönliche Daten zusammengestellt und missbraucht werden können.

Insgesamt hat diese Veranstaltung nachdenklich und beim Umgang mit digitaler Technik sicher auch viele vorsichtiger gemacht.

Vortrag1
Vortrag2

Fotos: Manfred Weintke (VBIW)

Dr. Bernd Thomas, VBIW Ortsverein Frankfurt (Oder)

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Besuch der Firma W. Sauer Orgelbau Frankfurt(Oder) GmbH

Am 20. April 2016 hatte der Ortsverein Frankfurt(Oder) die Gelegenheit, die traditionsreiche Firma W. Sauer Orgelbau Frankfurt(Oder) GmbH in Müllrose zu besuchen. Es war nicht beabsichtigt, aber vorteilhaft, dass dieser Termin wenige Tage nach dem 100. Todestag des Begründers der Firma, Wilhelm Sauer, dem 9. April 2016, stattfand. Nach Betreten der Werkstätten fielen sofort die Tafeln, die wichtige Meilensteine in der Geschichte der Orgelbaufirma beinhalteten, auf.

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Übersichtstafel zur Firmengeschichte
Foto: Manfred Weintke (VBIW)

Unter Bezugnahme auf diese Dokumentation gab der Geschäftsführer, Herr Michael Schulz, zu Beginn der Besichtigung einen historischen Überblick über die Entwicklung der Firma und die zahlreichen Orgelbaustandorte in Deutschland und weltweit. Leider wurden im Zusammenhang mit dem zweiten Weltkrieg viele Orgeln und wichtige Unterlagen und Baupläne zerstört. Trotz dieser und anderer Rückschläge in der Vergangenheit, der Verstaatlichung in der DDR und Problemen nach der Privatisierung 1990, steht der Orgelbau Sauer, der 1994 seinen Standort in das Gewerbegebiet in Müllrose verlegte, wieder erfolgreich am Markt.

Von besonderem Interesse war, wie in einer Zeit modernster Fertigungsverfahren und Werkstoffkombinationen, altes Handwerk im Instrumentenbau nachwievor konkurrenzlos ist. Die verwendeten Werkstoffe sind seit altersher Holz, Blei und Zink, die Fertigung erfolgt weiterhin manufakturmäßig in Handarbeit. Manuelles Geschick und umfangreiche Erfahrungen im Orgelbau sind Voraussetzungen für den Erfolg. Während nach dem Krieg vor allem neue Orgeln gefragt waren, hat sich der unternehmerische Schwerpunkt auf Restauration und Umbau bzw. Erweiterung vorhandener Orgeln verlagert.

Zum Schluss des Besuches gab es noch eine kleine Vorführung zum Klang von Orgelpfeifen und der Bedeutung und der Funktionsweise von Registern und Windladen. Die Mitglieder des Ortsvereins Frankfurt(Oder) und Eisenhüttenstadt möchten sich hiermit noch einmal für die ausführliche und interessante Führung durch den Geschäftsführer, Herr Michael Schulz, bedanken.

Dr. Bernd Thomas (VBIW, Ortsverein Frankfurt(Oder)

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Erläuterungen zur Firmengeschichte
Foto: Manfred Weintke (VBIW)

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Fertigungstabelle für die Pfeifengrößen
Foto: Manfred Weintke (VBIW)

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Demonstrationsmodell
Foto: Bernd Thomas (VBIW)

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Einspannvorrichtung zur Herrstellung der Wandstärke der Pfeifen (Foto: Manfred Weintke (VBIW))

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Herstellung der Pfeifen in Handarbeit
Foto: Bernd Thomas (VBIW)

OV Ffo Sauer Orgelbau Modell_v2

Foto: Bernd Thomas (VBIW)

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Besuch der Reuther STC GmbH, Fürstenwalde

Am 18. November 2015 hatten Mitglieder des VBIW, Ortsverein Frankfurt(Oder), die Gelegenheit, die Reuther STC GmbH, Fürstenwalde, zu besichtigen.

Die Teilnehmer des VBIW wurden vom Geschäftsführer Herrn Melgaard und Frau Petra Kokolsky, Konstrukteurin, begrüßt. 

Zu Beginn des Besuchs stellte Herr Melgaard das Unternehmen und seine Geschichte kurz vor.
1872 gründete Julius Pintsch in Fürstenwalde ein Zweigwerk seiner Berliner Firma für Gasregelungs- und Beleuchtungstechnik, das bis nach der Wende unter dem Namen Gaselan bekannt war.

OV FFo Rundgang

Foto: VBIW

Im Jahre 2007 wurde das Werk an einen amerikanischen Konzern verkauft. Wenige Jahre später drohte die Schließung. Daraufhin kaufte Dr. Carl-Friedrich Reuther mit dem Dänen Finn Melgaard und zwei weiteren Investoren das Unternehmen von den Amerikanern zurück. Seit 2012 ist Finn Melgaard alleiniger Gesellschafter. Nach seinen Worten hatte er sich für den Fortbestand des Werkes eingesetzt, weil er nach der strukturellen Neuausrichtung gute Chancen auf dem Markt sah. Darüberhinaus lobte er die sehr gute Qualifikation der Beschäftigten, eine wesentliche Voraussetzung für eine wettbewerbsfähige Qualität der Erzeugnisse. Die Zahl der Mitarbeiter konnte von etwas über 100 im Jahre 2007 auf gegenwärtig 340 gesteigert werden. Wichtiger Bestandteil der Personalpolitik ist die eigene Ausbildung von zukünftigem Fachpersonal. In zunehmendem Maße werden auch Asylbewerber ausgebildet, mit denen Herr Melgaard bisher ebenfalls sehr gute Erfahrungen gemacht hat. Seit Mitte 2014 hat die Firma den jetzigen Namen.

Das Werk könnte noch mehr an Anlagenteilen für Windkraftanlagen herstellen. Die Sortimentserweiterung wird aber durch die begrenzten Transportmöglichkeiten auf der Straße eingeschränkt. Der für die sehr langen und tonnenschweren Anlagenteile besser geeignete Transport auf dem Wasserweg scheitert an der zu kleinen Schleuse in Fürstenwalde. Bisher wurde eine Erweiterung der Schleuse seitens des Bundes immer wieder hinausgeschoben.

In dem anschließenden Rundgang durch ausgewählte Fertigungshallen beeindruckte die Größe der Maschinen und Anlagenteile und im Verhältnis dazu die notwendige Präzision bei der Herstellung einzelner Anlagenkomponenten. Besichtigt wurden vor allem die Fertigung von Stahlrohrtürmen für Windkraftanlagen sowie Schweißkonstruktionen für Polräder. Gewalzt werden können Bleche von 8 bis 140 mm, maximal 200 mm. Der Behälterbau soll zugunsten des weiteren Ausbaus von Komponenten für Windkraftanlagen ab 2016 eingestellt werden.

Am Schluss des Besuches wünschten die Mitglieder des VBIW dem Unternehmen weiterhin eine erfolgreiche Zukunft.

Dr. Bernd Thomas
VBIW, OV Frankfurt(Oder)

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Teilnahme des Ortsvereins Frankfurt (Oder) am  „Tag der offenen Tür“ und der „Langen Nacht der Wirtschaft“ am 08.09.2012 im Leibniz-Institut für  innovative Mikroelektronik Frankfurt (Oder)

Der Ortsverein Frankfurt (Oder) nahm nach einem Jahr Pause in diesem Jahr wieder am traditionellen „Tag der offenen Tür“ im IHP teil. Dem schloss sich „Die lange Nacht der Wirtschaft“ an. mehr ...


Telematikanwendungen – Klimaschutz und Energieeffizienz in Bestandswohnungen

Über dieses Thema stellte Frau Professor Wilkes von der TH Wildau in der Vortragsveranstaltung am Mittwoch, dem 9. Mai 2012, den Zuhörern einen relativ jungen, innovativen und anwendungsnahen Wissenschafts- und Technikzweig vor.

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Algen mit Zukunftsvisionen?

Wenn von Algen die Rede war, dachten sicher die meisten von uns als erstes an die oft unangenehme „Masse“, die zur Verfärbung und Verschmutzung von warmen Gewässern führen kann.

Dass Algen dabei auch genau die Eigenschaften offenbaren, die einen Beitrag zur Lösung aktueller Probleme darstellen können, wird uns erst zunehmend bewusst.

„Integrierte Algenanlage zur Gewinnung von Biowertstoffen und Energie“, mit diesem Titel weckte Herr Prof. Dr. Wildenauer von der Technischen Hochschule Wildau das Interesse zahlreicher Gäste und Mitglieder des VBIW. Und um es vorweg zu nehmen, die Erwartungen an diesen Vortrag am Mittwoch, dem 11.04.12, wurden voll erfüllt!

Die vielen Details zu den Algenarten, den technischen Verfahren zur Kultivierung und Aufbereitung, den gewonnenen Wertstoffen sowie zur Verwendung der Biomasse und des Biogases und die Beschreibung der technischen Anlage, die alle Prozesse integriert, waren sehr interessant, spannend, lehrreich! Die rein technischen bzw. technologischen Ausführungen wurden sehr locker und überzeugend ergänzt durch eine Fülle biologischer Informationen und vor allem durch Praxisbeispiele aus „aller Welt“. 

Und es stellt sich tatsächlich heraus, dass die Algen echte „Multitalente“ sind!

Sie wachsen selbst auf landwirtschaftlich kaum nutzbaren Flächen (z.B. salzige oder steinige Böden), wachsen in Salz-, Brack-, Süß- und Abwässern, das bis zu zehnmal schneller als andere Kulturpflanzen, sind eine erneuerbare Ressource! Die „Ernte“ ist zwar nicht so einfach, aber wenn danach die „Zellulose-Hülle“ geknackt ist, lässt sich eine Fülle von Wertstoffen daraus gewinnen, z.B. Vitamine, Farbstoffe, Proteine, Biogas, Biodiesel, Bioethanol, die dann wieder Rohstoffe für andere Produkte oder für die Energiegewinnung sind.

Die „Zukunftsvisionen“ sind berechtigt, der Weg zu großtechnischen Anlagen aber noch beschwerlich!

Eines konnte Herr Prof. Wildenauer aber leider nicht bestätigen. Der gegenwärtige Stand der Forschung lässt nicht erwarten, dass das Rauchgas von großen Kohlekraftwerken durch die Algen von CO2 „gereinigt“ wird (Masserelationen!) und dass in absehbarer Zeit die Monokulturen von Energiepflanzen wie Mais verschwinden! Schade! Aber wer weiß …?

Es war jedenfalls ein gelungener Vortragsabend!

Dr. Wolfgang Lassen (VBIW ; AK-USEE) 

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Liebe Frankfurter !  Wir fragen Sie !

Was halten Sie von einem technischen Museum in unserer Stadt ?

Wir möchten gern Ihre Meinung dazu wissen !!

Auch unsere Stadt hat technische Traditionen und ein großes technisches Potential

  • 110 Jahre Strom und Straßenbahn
  • 50 Jahre Halbleitertechnik, Mikroelektronik und Solartechnologie
  • Kohleabbau bis zum 19. Jahrhundert
  • Eisenbahnknotenpunkt und TTC- Truck + Trailer Center
  • Orgelbau Sauer
  • Heizkraftwerk Finkenheerd

     Ingenieure und Baumeister wie Gerhard Neumann und Konrad Wachsmann u.v.a.

  • Viel Material haben wir schon gesammelt, viel Material lagert noch im Museum „Viadrina“, viel Gegen- stände und Erzeugnisse haben sicherlich auch die Bürger unserer Stadt.
  • Wir brauchen natürlich Mitstreiter und Förderer .
  • Deshalb:
  • Wir brauchen Sie ! Als Förderer und Mitwirkende !
  • Sagen Sie „Ja !“ zu diesem Vorschlag!
  • Machen Sie mit !
  • Wenn Sie sich nicht gleich entscheiden können, drucken Sie den  Fragezettel aus und werfen Sie ihn dann in den Briefkasten bei der
  • Landesgeschäftsstelle                 
  • Fürstenwalder Str. 46                                        
  • 15234 Frankfurt (Oder)                   

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