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 Ortsverein Brandenburg / Havel 


Ansprechpartner:
Dr. rer. nat. Norbert Mertzsch
Menzer Straße 39
16831 Reinsberg 

Tel.: 033931 - 37111
                    

Der OV Brandenburg (Havel) entdeckte als einer der ersten das Wasserstrassenkreuz Magdeburg als Exkursionsziel. Die neue Trogbrücke, die Sparschleusen und das Schiffshebewerk stellen Spitzenleistungen der Ingenieurkunst dar. Das Prinzip eines Hebewerks auf der Basis von Schwimmern wurde hier erstmals angewandt (1938, bei der Inbetriebnahme des Hebewerks)

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Foto: Rudolf Miethig (VBIW)


Besichtigung der B+S Landtechnik GmbH Filiale Neustadt (Dosse)

Am 14. Juni besuchten Mitglieder des Vereins Brandenburgischer Ingenieure und Wirtschaftler e.V. (VBIW), des Rotary Clubs Kyritz und weitere Gäste auf Einladung des Regionalvereins Nordwestbrandenburg des VBIW die B+S Landtechnik GmbH Filiale Neustadt (Dosse). Das Unternehmen vertreibt und wartet Landtechnik vorrangig der Firma John Deere, aber auch der Firmen Kuhn, Väderstad, Joskin u.a.. Verkauft und betreut werden u.a. Traktoren, Mähdrescher, Pflanzenschutztechnik, Ballenpressen, Sähtechnik und Agrar-Management-Systeme.

Anlass sich der Landtechnik zuzuwenden war ein Hinweis in der Diskussion zu einem Vortrag zum Thema "Industrie 4.0 – Chancen und Risiken", das in der Landtechnik schon vieles genutzt wird, was auch unter Industrie 4.0 diskutiert wird.

Einführend gab Herr Stefan Sprock, Geschäftsführer der B+S Landtechnik GmbH, einen Überblick über das Unternehmen und die moderne Agrartechnik.

Grundlage der modernen Technik ist ein hochmoderner Satellitenempfänger, der alle Führungssysteme des Herstellers Jon Deere unterstützt. In diesem Satellitenempfänger vereinen sich u.a. Fähigkeiten zum Neigungsausgleich, zur Verarbeitung von GLONASS-Signalen, zur Verarbeitung von Korrektursignalen und die Nutzung von RTK-Lösungen (Real Time Kinematic-Lösungen).

Durch den Einsatz von RTK-Lösungen kann sowohl auf der Spur als auch an den Grenzen eine konstante Wiederholbarkeit von ±2 cm zwischen zwei Durchgängen erreicht werden. Damit ist Präzisionslandwirtschaft möglich. Weiterhin reduziert sich die Bodenverdichtung, was sich positiv auf die Erträge und die Rentabilität auswirkt, da immer genau die gleichen Fahrspuren verwendet werden.

Auf der Basis dieser Technologien werden dann alle weiteren Anwendungen für die Präzisionslandwirtschaft, wie automatische Lenksysteme, aktive Anbaugerätesteuerungen, Ausbringmengen-Steuerung, Bestimmung von Trockensubstanz-Gehalt, Nährstoffqualität und Inhaltsstoffen sowie feldspezifische Nährstoffbestimmung integriert.

Hinzu kommen die Agrarmanagement-Systemlösungen (AMS) von John Deere, einem offenen System für die markenübergreifende Vernetzung des Maschinenparks und der Zusammenarbeit mit anderen Agrarmanagement-Systemen. Damit lassen sich u.a. alle Dokumentationen vereinfachen, aber auch vorbeugende Wartung sowie Fernwartung und Fernunterstützung durch Techniker des Herstellers ermöglichen.

Bei einem anschließenden Rundgang durch die Filiale der B+S Landtechnik GmbH erläuterte Herr Ingo Schuhmacher, Leiter der Filiale in Neustadt (Dosse), die Aufgaben des Unternehmens, wie Verkauf, Ersatzteilbeschaffung, Wartung und Einsatzvorbereitung der Technik.

Anschließend dankte der Vorsitzende des VBIW Herrn Schumacher für den sehr informativen Rundgang.

Informationen über die B+S Landtechnik GmbH Filiale Neustadt (Dosse) findet man unter
https://bs-landtechnik.de/Unsere-Niederlassungen/B-S-Landtechnik-GmbH-Filiale-Neustadt-Dosse.

Dr. Norbert Mertzsch (VBIW)

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Besichtigung der Havel metal foam GmbH

Am 03. Mai besuchten Mitglieder des Vereins Brandenburgischer Ingenieure und Wirtschaftler e.V. (VBIW) und weitere Gäste auf Einladung des Regionalvereins Nordwestbrandenburg sowie des Ortsvereins Brandenburg des VBIW die Havel metal foam GmbH im Brandenburger Ortsteil Kirchmöser.

Einführend gab Herr Friedrich Schuller, Geschäftsführer, einen Überblick über die entwickelten innovativen Lösungen aus Aluminiumschaum.

Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung und Produktion hoch innovativer Leichtbauwerkstoffe auf Basis von Aluminiumschaum und Aluminiumschaum-Sandwiches spezialisiert (Serie Havel Lite ®).

Die Entwicklung der Fertigungstechnologie erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Frauenhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik. Darüber Hinaus wurden im Unternehmen neue Mischungen des Vormaterials und neue Decklagen entwickelt.

Der produzierte Aluminiumschaum ist ein stabiler, metallischer Werkstoff, der leichter als Wasser ist. Das geschäumte Aluminium ist geschlossenporig.

Für Materialprüfungen und Tests arbeitet die Havel metal foam GmbH mit Fraunhofer IWU, Technische Hochschule Brandenburg, MPA Dresden und Beschussamt Mellrichstadt zusammen.

Bei der Herstellung der Aluminiumschaum-Produkte kommen Infrarot-Öfen zum Einsatz. Zur Herstellung der Aluminiumschäume werden verdichtete Aluminiumpulvermischungen mit geringen Bestandteilen von Titanhydrid (TiH2) eingesetzt. Die Mischung wird zum Schmelzen gebracht und zersetzt. Der so expandierende Schaum geht eine metallische Bindung mit den Deckblechen aus Aluminium oder Stahl
ein. Die anschließende Abkühlung konserviert den Schaum und sorgt für extreme Stabilität. Auf gängige Klebstoffe wird somit vollends verzichtet. Aluminiumschaum-Produkte besitzen hervorragende technische Parameter und können im Nachhinein vielseitig weiterverarbeitet werden. Die Decklagen von Aluminiumschaum-Sandwiches können mit den gängigen Verfahren geschweißt, gebogen und abgekantet werden. Bohren, Fräsen oder das Beschichten der Produkte sind problemlos möglich. Die Brandschutzeigenschaften werden nur durch die Schmelztemperatur der verwendeten Metalle begrenzt. Aluminiumschaum-Produkte sind zu 100% recyclingfähig

Aluminiumschäume und Aluminiumschaum-Sandwiches können in vielen Bereichen als Leichtbaustoffe eingesetzt werde, wie z.B. in der Bahnindustrie (selbsttragende, reparaturfähige Lokomotiv- und Wagenkästen), dem Schiffbau (verschiedenste Anwendungen zur Gewichtsreduzierung, dem Bauwesen (insbesondere Gebäudeschutz bei Explosionen, Feuer und Ballistik), dem Maschinenbau. Dazu wurden im Unternehmen vielfältige Anwendungen entwickelt.

Bei einem Rundgang durch die Produktion erläuterte Herr Schuller die Herstellung Aluminiumschaum- Produkte, beginnend bei der angelieferten Aluminiumpulvermischung, über die einzelnen Arbeitsstationen bis zum fertigen Endprodukt.

 

 

In einer abschließenden Diskussionsrunde wurden noch offene Fragen der Teilnehmer der Besichtigung beantwortet. Anschließend dankte der Vorsitzende des VBIW Herrn Schuller für den sehr informativen Besuch im Unternehmen.

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Triebkopfhaube eines Schnellzuges aus geformten und verschweißten Aluminiumschaum-Sandwiches vor dem Produktionsgebäude der Havel metal foam GmbH
Foto: Raimund Kurka (VBIW
)

Informationen über die Havel metal foam GmbH findet man unter http://havel-mf.de/

Dr. Norbert Mertzsch (VBIW)

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Vortrag zur Geschichte der astronomischen Fernrohre

Am 27. April 2017 führte der Ortsverein Brandenburg des VBIW im Rittersaal der Technischen Hochschule Bandenburg die diesjährige Vortragsveranstaltung durch. Nach einem Grußwort von Herrn Dr. Holger Korthals, Persönlicher Referent der Präsidentin und des Vizepräsidenten für Lehre und Internationales, hielt der bekannte Astronom Prof. Dr. Dieter B. Herrmann einen spannenden Vortrag zum Thema "Der Zyklop - Die Geschichte der astronomischen Fernrohre".

Ausgehend von der ersten Nutzung des gerade erfundenen astronomischen Teleskops durch Galilei im Jahre 1609, was zu einer Revolution des astronomischen Weltbildes führte, gab der Referent einen Überblick über die Entwicklung von anfänglich winzigen Sehwerkzeugen zu den heutigen gewaltigen Hilfsmitteln der astronomischen Forschung.

Riesenteleskope überwachen ununterbrochen das Universum und haben dabei Erkenntnisse zutage gefördert, die ohne diese technischen Wunder nicht möglich gewesen wären. Für die Zukunft sind noch größere Teleskope geplant.

Anhand von zahlreichen Geschichten und mit faszinierenden Bildern zeigte Professor Herrmann die spannende Entwicklung dieser genialen Erfindung von ihren frühesten Anfängen bis in die Zukunft.

Dr. Norbert Mertzsch (VBIW)


Besichtigung der ASKANIA Mikroskop Technik Rathenow GmbH

Am 08. Juni 2016 besuchten Mitglieder des Ortsvereins Brandenburg und des Regionalvereins Nordwestbrandenburg des VBIW das Unternehmen ASKANIA Mikroskop Technik Rathenow GmbH.

Nach der Begrüßung führte Herr Ralf- Peter Lautenschläger, Geschäftsführer des Unternehmens, seine Gäste in die Geschichte des Mikroskop-Baus in Rathenow ein.

Die Entwicklung der optischen Industrie und auch der Bau von Mikroskopen in Rathenow geht auf den Pfarrer Johann Heinrich August Duncker zurück. Im Jahr 1801 wurde von ihm und Samuel Christoph Wagner die Königlich privilegierte optische Industrie-Anstalt in Rathenow gegründet. In dieser wurden auf einer von Duncker und Wagner patentierten Vielspindelschleifmaschine gleichzeitig 11 Linsen geschliffen. Diese wurden für Brillen, Lupen, Fernrohre und Mikroskope eingesetzt. Der Mikroskop-Bau erfolgte durch Duncker erfolgte bereits vor der Gründung dieses Unternehmens.

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Firmensitz des Unternehmens
(Foto: Dr.
Mertzsch VBIW)

1845 wurde das Unternehmen von Emil Busch übernommen und weiterentwickelt. Seit 1908 firmierte es unter dem Namen Emil Busch AG Optische Industrie.

Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges wurde das Unternehmen enteignet und der VEB Rathenower Optische Werke ‚Hermann Duncker‘ (ROW) gegründet. Seit 1966 war das Unternehmen Bestandteil des VEB Kombinat Carl Zeiss Jena.

1991 wurde der Bereich Mikroskop-Technik des ROW unter dem Namen ASKANIA Werke Rathenow GmbH & Co KG privatisiert. Nach dem Konkurs dieses Unternehmens wurde 1995 die ASKANIA Mikroskop Technik Rathenow GmbH von den Geschäftsführern Carla und Ralf-Peter Lautenschläger neu gegründet. 1997 erfolgte der Bezug des neuen Firmengebäudes. Das Unternehmen ist nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert.

Produziert werden Stereomikroskope, Technische Mikroskope, Labor- und Routinemikroskope sowie College-Mikroskope. Im Unternehmen selbst erfolgt durch 10 Mitarbeiter die Montage und Justage der zugelieferten Teile und Optiken entsprechend der Anforderungen der Kunden. Inbegriffen sind spezielle weiterführende Arbeiten an zugelieferten Teilen, die dann die hohe Qualität und Unverwechselbarkeit der Geräte ausmachen. Neben der ständigen Weiterentwicklung der Produktpalette z.B. hinsichtlich Ergonomie und den Einsatz moderner Beleuchtungskonzepte werden auch Produkte, die sich langjährig bewährt haben z.B. das Kleinmikroskop, weiterproduziert.

Im Rahmen der Erläuterung der Spezifik der einzelnen Mikroskop-Arten ging Herr Lautenschläger auch auf optische Probleme der Mikroskopie und die Physiologie des Sehens ein.

Der Einsatz der produzierten Mikroskope erfolgt hauptsächlich in den Bereichen Medizin und Mikroelektronik. Verkauft werden sie vor allem im asiatischen Raum. Die Probleme dort erfolgreich am Markt tätig zu sein erläuterte Herr Lautenschläger in eindrucksvoller Weise.

Neben der Herstellung neuer Mikroskope erfolgt die Reparatur und Wartung von Mikroskopen und anderen optischen Instrumenten. Bekanntestes Beispiel ist das Brachymedial-Fernrohr des Ingenieurs Edwin Rolf, das heute im Optikpark Rathenow steht.

Nach den Erläuterungen hatten die Teilnehmer der Besichtigung die Möglichkeit die vorgestellten Mikroskope selbst auszuprobieren um sich einen Eindruck von der Leistungsfähigkeit der Geräte zu machen.

Abschließend wurde Herrn Lautenschläger nochmals für diesen spannenden Ausflug in die Welt der Optik und Mikroskope gedankt und dem Unternehmen auch für die nächsten Jahre und Jahrzehnte viel Erfolg am Markt gewünscht.

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Unternehmensmitarbeitr im Optikpark Rathenow (Foto: Firma)

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Schautafel im Optikpark Ratenow mit einer optischen Täuschung (Foto: Firma)

Informationen über Unternehmen ASKANIA Mikroskop Technik Rathenow GmbH findet man auch im Internet unter http://www.askania.de/cms/de/.

Dr. Norbert Mertzsch (VBIW)

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Vortrag zum Thema "Der Maschinenbau im Wandel der Zeiten"

Auf Einladung des Ortsvereins Brandenburg des VBIW hielt Professor Neubauer vom Magdeburger Bezirksverein des VDI einen interessanten Vortrag zu o.g. Thema.

Der Vortrag beruhte auf zwei sehr gut recherchierten Sachbüchern eines Autorenteams, die über einen Zeitraum von zwei Jahrhunderten den Strukturwandel in der Region Magdeburg, eines einst beachtlichen industriellen Zentrums in Deutschland, an zwei Industriesparten darstellen:

- Der Walzwerksbau in der Zeit von 1855 bis 2015 sowie der
- Der Maschinen - und Anlagenbau von 1815 bis 2015.

Professor Neubauer ging in seinem Vortrag neben den Anfängen des Maschinenbaus im Magdeburger Raum im 19.Jahrhundert auch auf die Leistungen der Magdeburger Kombinate in der Zeit der DDR, die Zeit der Wende und die Entwicklung von Betrieben danach ein.

Ein wesentlicher Teil des Vortrags beschäftigte sich auch mit Impulsgebern für den Maschinen- und Anlagenbau und den Rahmenbedingungen für Innovationen und Firmengründungen im Bundesland Sachsen-Anhalt.

Das Motto des Autorenteams "Zukunft aus Tradition" durchzog den ganzen Vortrag.

Die Vortragsveranstaltung, zu dem 18 Zuhörer kamen, wurde im Rittersaal der Technischen Hochschule Brandenburg durchgeführt. Die Bewerbung der Veranstaltung an der Technischen Hochschule Brandenburg und in der Brandenburger Presse wurde durch die Technische Hochschule vorgenommen. Dafür nochmals vielen Dank.

Dr. Norbert Mertzsch (VBIW)

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Zukunftsweisendes Strom- und Wärmeanlagenprojekt

In der Stadt Brandenburg/Havel gehen die Stadtwerke beim neuen Strom- und Wärmeanlagenprojekt neue Wege. Stadtumbau, Bevölkerungsrückgang, Effizienzsteigerung, Wettbewerb der Stromanbieter, Umweltschutzauflagen und die Strombörse (Kauf/Verkauf) verlangen eine neue Strategie.

Bisher produzierten 2 Turbinen von General Elektrik (USA) am Rande der Stadt jeweils Strom und Wärme. Der Gesamtwirkungsgrad betrug jeweils ca. 81 %. Die Auslastung der Anlagen ist unwirtschaftlich, besonders im Sommer, wenn kaum Wärmeabnehmer vorhanden sind.

Zum neuen Konzept gehören die 2 Turbinen, die dann wechselseitig im Winter laufen.
Weiterhin 3 kleinere Blockheizkraftwerke, ein Biokraftwerk und eine Solarzellenanlage die jeweils dezentral in den einzelnen Versorgungs-Stadtteilen installiert werden.

Im Dezember 2009 wurde das erste Blockheizkraftwerk mit Strom-Wärmeerzeugung mit einem Wirkungsgrad von 80-83 % in Betrieb genommen. Die Vorteile sind geringere Leitungsverluste- und Luft-Emissionen, 3 Warmwasser-Speicher, Wärmerückgewinnungsanlage und wesentlich besserer Auslastungsgrad der Anlage. Die Finanzierung erfolgte durch einen Bürgerfonds mt 4% pro Jahr Verzinsung und einer Laufzeit von 10 Jahren.

Der Orstverein Brandenburg besichtigte das Blockheizkraftwerk und die Wärme-Strom-Wasser- Abwasser Leitstelle im Januar 2010.

Manfred Fladrich (VBIW, OV Brandenburg )

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Satellitenbilder von RapidEye

Der VBIW-OV Brandenburg besichtigte die Firma RapidEye- rapideye.de - in Brandenburg an der Havel zum Tag der offenen Tür am 13.Juli 2009.

Der Werdegang und die besonderen Entwicklungspotentiale des jungen Unternehmens sollen nachfolgend betrachtet werden.

Konzept
Satellitenbilder aus dem Weltall: von der gesamten Erdoberfläche - preiswert – weltweit schnell verfügbar – große bis kleine Flächen - Bildbearbeitung nach Kundenwunsch, in vielen Branchen nutzbar – Versand per E-Mail auf Kunden PC

Geschichte und Ausblick
1996 wurde das Konzept der Firma RapidEye von der Firma Kayser-Threde GmbH auf Empfehlung der DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) entwickelt.

1998 wurde die Firma in München gegründet. Die Gründungsfinanzierung übernahmen wenige privaten Investoren, die DLR und die Vereinigte Hagelversicherung (VH).

2004 zog die Firma nach Brandenburg um. Kurz vorher wurde durch die Europäischen Union, die Landesregierung Brandenburg und ein Banken-Konsortium - bestehend aus der KfW, der Commerzbank und der EDC (Export Development Canada) - die Finanzierung für die Satelliten-Konstellation und das Bodensegment in Brandenburg an der Havel gesichert.

RapidEye ist eine Public-Private-Partnership mit der DLR – kofinanziert von der Europäischen Union.

2008 - 29. August um 9.15 Uhr Ortszeit (MESZ) wurde die russische Trägerrakete mit 5 baugleichen Satelliten vom Kosmodrom in Baikonur in Kasachstan gestartet. Die Satelliten wurden auf der vorgegebenen Umlaufbahn ausgesetzt.

2008 - 11. Dezember – die ersten Bilder werden über die Bodenstation in Spitzbergen (Norwegen) in Brandenburg empfangen. Ein Satellit – Choros/RapidEye 4 - sendet im Spektralkanal Blau Bilder vom Mond als Teil der radiometrischen Kalibrierung des RapidEye-Satelliten-Systems. 
2015 bis 2017 Absturz der 5 Satelliten in Richtung Erde und der Satelliten verbraucht

2015 bis 2017 Neue Satellitengeneration – vorher Finanzierung, Entwicklung, Bau und in die Erdumlaufbahn bringen Verglühen im Weltall – infolge Erdanziehungskraft – gegensteuernde Energiereserven

Die Satelliten
5 baugleiche Satelliten - Gewicht je 150 kg – Abmessungen je ca. 1m x 1m x1m

Die wesentlichen Komponenten sind:
*Digitales Bildaufnahmegerät in 5 Spektralfarben
*Onboard digitaler Bild-Daten-Recorder (Speicher)
*Steuerungssystem mit Energiereserven für Flugbetrieb, Bildaufnahmegerät, Datenspeicher, Datenempfang und Datensender
*Solarflächen für Energieversorgung

Die Bodenstation und die Firma
Die Bodenstation und die Firma befindet sich in Brandenburg an der Havel (Deutschland).

Die Leitung der Firma erfolgt zentral. Dazu gehören:
- Anleitung von ca. 140 Mitarbeitern aus 20 Ländern
- Die Flugbahn der Satelliten festlegen und steuern
- Die Aufnahmezeiten- und Länge des Aufnahmegeräts der Satelliten festlegen und steuern
- Empfangen der Bilddaten mit der Hausantenne über die Antenne in Spitzbergen (Norwegen) von den Satelliten
- Anwendung in der Land-, Forst-, Energie- und Versicherungswirtschaft und anderen Branchen
- Die Dienstleistungen umfassen Landbedeckungsklassifikation, Veränderungsmonitoring, Infra- strukturbeobachtungen, Identifakation besonderer Merkmale, Risikomanagement, Fruchtartener- kennung
- Weiterverarbeiten der Bilddaten
- Archivieren der Bilddaten
- Kundenaquirierung mit Händlern und Partnern
- Kundenanfragen/Betreuung mit Händlern und Partnern
- Verkauf von Bilddaten
- Zukünftige Satellitengenerationen planen und in Betrieb nehmen.

Einzelheiten
- 5 baugleiche kleine Satelliten - Weiterentwicklung der bewährten MicroSat/Flug/100-Bus- Technologie,
- Bilddatenaufnahme in 5 Spektralbändern Blau, Grün, Rot, Rot-Edge- und Near-Infrared, 
- Das Red-Edge-Band ist neu in der Satellitenbeobachtung und empfindlich auf Veränderungen des Chlorophyll-Gehalts in der Vegetation. Einsatz auch in der Verbesserung der Artentrennung und Hilfe bei der Messung des Protein- und Stickstoffgehalts der Biomasse,
- 24 Stunden Umlaufbahn der Satelliten – tägliche Wiederholung der Aufnahme möglich,
- Weltweite Bildatensammlung der Erdoberfläche - Täglich bis zu 4 Millionen km ²
- Zwischenspeicherung der aufgenommenen Bilddaten im Satelliten und tägliche Übermittlung im Sendebereich der Antenne in Spitzbergen und sofortige Weiterleitung nach Brandenburg
- Die Weiterbearbeitung der Daten erfolgt in Brandenburg mit dem Data-Management-System (DMS) - entwickelt und gebaut von MDA, Kanada. Es umfasst sechs Teilsysteme:
1. Bestell-Handling Subsystem - enthält Aufträge von Kunden und verwaltet die Lieferung von Waren
2. Data Processing Subsystem - dekomprimiert und entschlüsselt Rohdaten vom Satelliten, führt radiometrische und geometrischen Korrekturen durch und erzeugt orthorectified Fliesen von (25 km x 25 km) oder (25 km x 300 km), max. Auflösung von 5m Pixelgröße nach Bearbeitung
3. DEM Generation Subsystem - erstellt digitale Höhenmodelle aus sich überschneidenden Bild- Paaren
4. Akquisition Planung Subsystem – Aufgaben für die Satelliten auf der Grundlage von Kundenaufträgen
5. Sensor-Kalibrierung Subsystem - Satelliten-Bildsensoren sind kalibriert auf bestimmte Spezifikationen
6. Archiv Management Subsystem - speichert (archiviert) alle erfassten Daten sowie fertige Produkte für die spätere Nutzung
- Das DMS-System ist erweiterbar.

Händler & Partner
Zur Zeit sind folgende Distributoren vorhanden – wird erweitert.
Distributor in Brasilien
Distributor in China
Distributor in Mexiko
Distributor in Russland

Die RapidEye AG bearbeitet alle anderen Anfragen.

Fazit
Die Firma hat weltweit ein enormes Entwicklungspotential. Wichtig ist, dass die Satelliten ihre Funktionen weiterhin erfüllen. Das Risiko, dass durch Weltraummüll ein oder mehrere Satelliten vollständig ausfallen ist immer vorhanden. Das meiste der eingesetzten Technik der Satelliten hat sich bereits in anderen Systemen bewährt. Weiterhin muss der weltweite Verkauf von Produkten schnell voranschreiten. Die Anwendungsfelder können durch neue Module der Bilddatenbearbeitung erweitert werden. Die Mitarbeiter der Firma werden neue Ideen einbringen. Die zufriedenen Kunden werden neue Produkte nachfragen.

In absehbarer Zeit ist eine neue Generation von Satelliten erforderlich. Die bisherige teilweise Vorfinanzierung und die begleitende Finanzierung der Firma durch die öffentliche Hand ist auf Grund der Risiken erforderlich. Dabei ist die effiziente privatwirtschaftliche Führung der Firma der durch die öffentliche Hand vorzuziehen. Die Risikoabsicherung sollte auf absehbare Zeit so bleiben. Ein neuer international tätiger deutscher Geoinformationsdienstleister ist dabei den Weltmarkt zu erobern.

Manfred Fladrich (VBIW, OV Brandenburg)

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