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Arbeitskreis ”Zukunftswerkstatt”  


Leiter: 
Dipl.-Ing. Lutz von Grünhagen 
Saarstraße 24 
03046 Cottbus 
Tel.: 0355 - 23558

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Zielbewusstsein für die Lausitz

Zum Workshop “Zielbewusstsein für die Lausitz” versammelte sich am 15. Mai 2019 eine kleine Runde von Gesprächspartnern, die in unterschiedlichen Lebensbereichen tätig sind.

Bericht über den Workshop


Der Arbeitskreis wurde gegründet, weil sich im VBIW eine aussichtsreiche Zukunftsvision entwickelt, die nur mit demokratischen Methoden verwirklicht werden kann.
Insbesondere in Zukunftswerkstätten, die auf Initiativen des Zukunftsforschers Robert Jungk
(1913-1994) zurückgehen, werden geeignete demokratische Methoden einer gemeinsamen Zukunftsgestaltung kultiviert.
Lutz von Grünhagen, seit 1975 KDT-Mitglied und von Anfang an im VBIW, ist daher auch Mitglied der Gesellschaft für Zukunftsgestaltung - Netzwerk Zukunft e.V. (Berlin) und im Zukunftswerkstätten-Verein zur Förderung demokratischer Zukunftsgestaltung e.V. (Köln) und nimmt an den Jahrestreffen der Zukunftswerkstättenmoderatoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz teil. Der Arbeitskreis Zukunftswerkstatt ist offen für alle, die sich für Zukunftsfragen interessieren. Die Beteiligung an den Diskussionen, wie sie wöchentlich am Donnerstag in Cottbus oder jährlich in Finsterwalde stattfinden (siehe Veranstaltungskalender), erfordert keine formale Mitgliedschaft im Arbeitskreis.

Weil die Zukunftsforschung im VBIW auch bei Bürgern der Stadt Cottbus Interesse findet, entstand der folgende erste Videofilm als Einführung in die Grundgedanken:

https://youtu.be/jywzecG2Y9c


Bericht über die Ergebnisse der ersten Jahre 2015 und 2016

Mit der Leitung des Arbeitskreises Zukunftswerkstatt bekam ich eine wichtige zusätzliche Chance für die Initiative zu einer vollkommen herrschaftsfreien Kommunikation, die beim heutigen Entwicklungsstand der Technik überlebenswichtig für die ganze Menschheit sein dürfte. Ich sehe in der nutzlos gewordenen Tradition der gegenseitigen Bedrohung der Menschen die Ursache für die lebensbedrohlichen ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Krisen unserer Zeit.
Statt diktatorische Methoden fortzusetzen und erfolgreich rivalisieren zu wollen, setze ich allein auf die Fähigkeit, in friedlicher Zusammenarbeit die Technik gemeinsam für ein erfreuliches Leben zu nutzen. Das Jahr 2015 begann mit der Fortsetzung der bereits laufenden Zukunftsgespräche.

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Vor allem trafen sich die wöchentliche öffentliche Zukunftsgesprächsrunde in Cottbus im soziokulturellen Zentrum (Bild links) und die jährliche VBIW-Zukunftsrunde in Finsterwalde.

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Beim Jahrestreffen der Zukunftswerkstättenmoderatoren im Juni 2015 in Mecklenburg- Vorpommern in Bröllin, kündigte sich ein größerer Fortschritt in diesen vielen Diskussionen an, die auf den Durchbruch zu einer kooperativen Marktwirtschaft hinauslaufen könnten.

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Jahrestreffen in Bröllin (Mecklenburg-Vorpommern)

In Bröllin beschlossen wir, 2016 wieder im Osten Deutschlands zu tagen, und zwar in Großräschen, wo im Gelände der Internationalen Bauausstellung 2000-2010 die Zukunft der Lausitz das wesentliche Thema ist. Für mich kam diese Idee überraschend und kam anscheinend viel zu früh. Denn selbst nach den vielen Treffen in Hamburg, Wien, Köln, Freiburg i.Br., Bremen u. a. schien mir die Zeit noch längst nicht reif, um selber einmal Gastgeber zu werden und die Kollegen in die Region um Cottbus einzuladen. Ich wollte hier die m. E. fällige wissenschaftliche Revolution thematisieren, die dazu führen müsste, dass die Technik in Zukunft ihre zwiespältige Wirkung verliert: Statt wie bisher sowohl zunehmend nützlich zu sein, als auch zunehmend schädlich, könnte die Technik in Zukunft ausschließlich zum Nutzen für die Menschheit angewendet werden. Für dieses außerordentlich anspruchsvolle Thema sind viele Gesprächspartner nötig, mit denen die Verständigung jahrelang immer wieder intensiv und in einer entspannten Atmosphäre vorangebracht werden muss. Zwar findet der Grundgedanke immer leichter Zustimmung, dass die natürlichen Antriebe des Menschen den Konkurrenzkampf und überhaupt jede gegenseitige Bekämpfung erübrigen. Aber wie das praktisch eine völlig neue Ordnung des Zusammenlebens ermöglicht, wird meistens nur in vielen individuellen Gesprächen im Verlauf vieler Jahre erkannt. In Großräschen schien es zunächst unmöglich, bei der allgemein gewünschten Konzentration auf lokale Themen und auf die Alltagsfragen der eingeladenen Flüchtlinge aus umliegenden Flüchtlingswohnheimen, die Ursachen der heutigen Weltprobleme zu diskutieren.

Am 6. Mai 2016 besuchten wir das Gelände der Internationalen Bauausstellung
„IBA Fürst-Pückler-Land“.

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Daneben ein Blick in die Zukunftswerkstatt
am 7. Mai 2016 im IBA-Studierhaus.
Unter anderem durch die vielen Übersetzungen zwischen den Sprachen der Teilnehmer wurde ich angeregt, künftig viel konsequenter für mehr Zeit zum Nachdenken in Diskussionen zu sorgen und alle Teilnehmer zu besserem gegenseitigem Zuhören anzustiften.

Das Bild soll symbolisieren, dass besonders das Jahrestreffen der Zukunftswerkstätten im Mai 2016 die große Herausforderung für mich war, alle Erfahrungen in der Kommunikation noch einmal zu verarbeiten. Zu meiner eigenen Überraschung gelingt es nun regelmäßig, Verständnis dafür zu finden, dass herrschaftsfreie Kommunikation für uns als Menschen die eigentlich normale Kommunikation ist, die deshalb auch eingefordert werden kann.

So konnte bei der darauf folgenden Zukunftswerkstatt, die am 16. November 2016 im IBA- Studierhaus wieder von meinen Freunden aus Köln moderiert wurde, sogar schon mit Teilnehmern aus den Krisenregionen der Erde in Englisch darüber gesprochen werden, dass ein Schritt in der Persönlichkeitsentwicklung jedes einzelnen Menschen denkbar ist, der als Massenphänomen der Durchbruch zu einer friedlichen Entwicklung der Menschheit wäre. Einige Tage zuvor, am 11. November 2016, hatte in Berlin die Zusammenarbeit unseres VBIW- Arbeitskreises Zukunftswerkstatt mit dem Arbeitskreis Gesellschaftsanalyse der Leibniz- Sozietät begonnen, die ein Buch über „Transformation in Zeiten von Digitalisierung und Informatisierung“ herausgeben wird. Zu diesem Buch hat der VBIW im Januar 2017 seinen Beitrag „Die Transformation als Symmetriebruch an einem Verzweigungspunkt“ abgeliefert. In diesem Beitrag geht es um den weltweiten Durchbruch zu einer friedlichen Entwicklung, indem der Zwiespalt zwischen freundlich-konstruktiven und feindlich-destruktiven Verhaltensweisen der Menschen erfreulich endet, weil entscheidende Erkenntnisse über die biologischen Grundlagen der menschlichen Antriebe und Ziele das ermöglichen.

Weil Menschen bis heute auf eine unübersehbar vielfältige Weise durch den Zwiespalt zwischen freundlichem und feindseligem Verhalten ihrer Mitmenschen geprägt sind, hält bisher jeder Mensch auf andere Weise eine friedliche Entwicklung für unmöglich. Jeder passt sich auf andere Weise an die alten Lebensverhältnisse an und lehnt zunächst mit extrem unterschiedlichen Verhaltensweisen alle ernsthaften Diskussionen ab, die das zwiespältige alte Bild von der menschlichen Welt in Frage stellen könnten. Deshalb konnte nur mit viel Geduld in jahrzehntelangen persönlichen Auseinandersetzungen ein Netzwerk von vielen sehr unterschiedlichen Menschen entstehen, die allmählich immer mehr bereit sind, neu über die biologischen Grundlagen des menschlichen Verhaltens nachzudenken. Diese Entwicklung beschleunigt sich und immer wieder beteiligen sich einzelne neue Gesprächspartner schneller aktiv daran als das früher möglich war. Deshalb werden auch die Beziehungen zwischen den verschiedenen Gesprächspartnern immer wichtiger. Daher ist wesentlich, dass auch der Verein Deutscher Ingenieure, VDI, durch eine Kollegin aus Berlin an den Zukunftswerkstätten im IBA- Studierhaus in Großräschen beteiligt ist. Der VDI plant in Cottbus Workshops zur Zukunft der Lausitz, mit Beteiligung des VBIW. Der erste Workshop findet am 4. April 2017 in der BTU Cottbus-Senftenberg statt, und denkbar wäre auch eine Fortsetzung in Großräschen. Dort wiederum gibt es auch zum Arbeitskreis Gesellschaftsanalyse der Leibniz-Sozietät Beziehungen. Und Dr. Michael Thomas vom AK Gesellschaftsanalyse konnte schon am
15. Februar 2017 an unserer VBIW-Zukunftsgesprächsrunde in Finsterwalde teilnehmen.
So hoffe ich, dass immer mehr Menschen sich gegenseitig darin bestärken, dass in Zukunft ein vollkommen friedlicher Einsatz der Technik zum Nutzen aller Menschen durchaus möglich sein könnte und deshalb ernsthaft diskutiert werden kann.

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Die nächste Erweiterte Vorstandssitzung des VBIW wird am 21. Juni 2017 im IBA-Studierhaus stattfinden.

 

 

 

 

 

 

Lutz von Grünhagen (VBIW)

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